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Die Rennen der Amateure in St. Wendel

Geschrieben von nopa.

20090517_2031_queensStrahlender Sonnenschein und auch am Samstag schon gut gefüllte Zuschauerränge, eine Bundesstrasse als Start- Zielgerade und ein gut präparierter Offroad lassen das Wemserherz höher, weiter und schneller schlagen. Die Gashand zuckt schon Tage vorher und im Kopf spielen sich Szenen des Jubels und der Freude ab. Auf den gut präparierten Offroad mussten die Starter jedoch bis zum Zeittraining verzichten, wegen des anhaltenden Regens an den Tagen vor der Veranstaltung wurde in dem unbefestigten Streckenteil nicht mit 17 Zöllern, sondern mit schwerem Baugerät gewemst.

Nach der Mittagspause war es aber soweit, der Offroad wurde geöffnet. Anfangs war er allerdings noch recht rutschig und die Anlieger sehr weich, was viele der Amateure zu einer Bodenprobe verleitete. Nach und nach verbesserte sich der Zustand des Offroad aber und am Sonntag war dann in tadellosem Zustand. Sage und schreibe 105 Fahrer waren in der Amateurklasse am Start und kämpften in 3 Gruppen um den Einzug in das Finale. Jeweils 9 Fahrer konnten sich in den Vorläufen direkt qualifizieren, noch einmal jeweils 4 Weitere mussten sich in den Hoffnungsläufen durchsetzen. Zusätzlich zu diesen Läufen gab es noch das Rennen um die „Saarland-Weltmeisterschaft“, in diesem Lauf wurde der „Preis der Stadt St. Wendel“ vergeben. Ein volles Programm also für die semiprofessionellen Quertreiber.

 

Amateure Vorlauf 1:

20090516_1265_queensDas Zeittraining hatte Michael Sommer für sich entschieden, er und auch der zweitplatzierte Andreas Glassl starten normalerweise in der Klasse C2 und waren hier als Gaststarter in der dritten Liga unterwegs. Die erste Reihe wurde vervollständigt von Toni „seventytwo“ Feißel und Sebastian Tesch. Erwartungsgemäss konnten sich die beiden C2 Fahrer gleich an die Spitze setzen. Michael Sommer fuhr mit seiner KTM vorneweg und Glassl, der die schnellste Rennrunde hinlegte, stellte seine Taunus Moto Husqvarna auf Position 2 ab. Dahinter tobte eine wilde Schlacht um Platz 3 zwischen Feißel, Tesch und dem gut gestarteten Ü40 Helden Jürgen Hüther. Dieser musste seinen beim Start erbeuteten dritten Platz erst an Toni Feißel abtreten, der sich kurz zuvor schon an Tesch vorbei gebremst hatte, und wurde dann auch von Tesch nieder gerungen. Feißel und Tesch unterhielten das Publikum dann mit einem wirklich sehenswerten Zweikampf, den letztlich Tesch mit der starken Husaberg 650  für sich entschied. Auch Hüther mit seiner 550er Aprilia und Dominik Weber (KTM 525) überholten Feißel gegen Ende des Rennens noch.

 

Amateure Vorlauf 2:

20090516_1427_queensMarco „Zille“ Zielinski hatte sich die Pole gesichert, neben ihm standen in Reihe 1 Jürgen Schmid, Christian Reiß und Dennis Koch. Reiß schaffte mit seiner Aprilia den Holeshot, aber schon in der zweiten Kurve presste sich Zille innen vorbei und übernahm die Führung. Aus Reihe zwei hatte sich Christoph Bratsch an die dritte Position katapultiert und auch er zwängte sich an Reiß vorbei auf Platz zwei. Während Christian Reiß dann auch noch von Koch und Erik Brühl passiert wurde, setzte sich Marco Zielinski an der Spitze recht deutlich ab und schien einem ungefährdeten Sieg entgegen zu streben. Erik Brühl ging aber im Verlauf des Rennens zu Boden und nahm als 18ter den Kampf wieder auf, schied aber später ganz aus. Schmid, der schlecht gestartet war, hatte sich inzwischen wieder nach vorne gekämpft und auch er konnte Christian Reiß noch bezwingen und landete schließlich hinter Dennis Koch auf Platz vier. Christof Bratsch hatte sich währenddessen aus der Verfolgergruppe wieder an Zielinski heran gepirscht, setzte diesen in den letzten Runden des Rennens gewaltig unter Druck und schaffte es kurz vor Schluss dann im Omega, sich an die Spitze zu setzen und diesen Vorlauf zu gewinnen.

Amateure Vorlauf 3:

20090516_1476_queens„Kucki“ Jens Kuck war im Zeittraining der Schnellste in dieser Gruppe, die erste Startreihe wäre von Matthias Schmid, Rene Maas und Michael Martini vervollständigt worden, wenn nicht die Kupplung an der Suzuki von Schmid gestreikt hätte. So blieb der zweite Startplatz leer, eine Lücke, die Niko Haubensack, der nach einem Jahr Supermoto Abstinenz wieder regelmässig am Start ist, sinnvoll genutzt wurde. Haubi presste sich als Dritter hinter Kuck und dem 250er Piloten Rene Maas in die erste Kurve. Zwar musste er sich im Verlauf der ersten Runde sowohl Markus Barabasch als auch Michael Martini beugen, konnte aber kontern und bremste sich an Martini am Ende der langen Geraden vorbei. Barabasch suchte sein Heil in der Flucht nach vorne und setzte sich vor Maas, der mit seiner 250er Yamaha auf der Geraden leichte Beute für die Anderen war. Munter ging es weiter, die Positionen im Kampf um Platz zwei wurden mehrfach gewechselt, die Podiumsaspiranten sorgten für Kurzweil bei den zahlreichen Zuschauern. Jens Kuck fuhr an der Spitze unbedrängt einem Sieg entgegen, das Offroad Training im Winter zeigt Wirkung. Barabasch, Maas und Haubensack balgten sich um die anderen Podiumsplätze, die dann letztlich an Haubensack (Zweiter) und Maas (Dritter) gingen.

 

Amateure Finale:

20090517_6109_queensEine halbe Stunde vor dem Start zum Finallauf musste „The Voice“ über die Sprechanlage JETI EXTREME Teammember Jürgen ausrufen, weil dieser den Schlüssel zu Kuckis Wohnmobil in der Tasche hatte. Kucki kam nicht in das Fahrzeug, in dem sich Lederkombi, Stiefel und Helm befanden. Offensichtlich hatte Jürgen den Ruf vernommen und sich gesputet, denn Jens Kuck stellte seine KTM pünktlich auf Startplatz 3 ab. Die Pole hatte Michael Sommer inne, zwischen den Beiden stand Christof Bratsch. Reihe 1 wurde vervollständigt von Andreas Glassl.
Sommer gehörte die erste Kurve, das ganze Rennen und der Sieg. Mit Rundenzeiten, die knapp eine Sekunde unter denen der anderen Fahrer lagen, setzte er sich kontinuierlich ab und fuhr das Ding fehlerfrei nach Hause. Hinter Sommer bogen Zielinski, Bratsch und Haubensack in die erste Kurve ein, Haubi machte aber in der ersten Runde einen kapitalen Fehler und fiel weit zurück. Er beendete das Rennen als Zehnter und riss sich außerdem noch den Schweller an seinem Bus ab, als er später das Fahrerlager verlassen wollte. Das Lächeln wich aber auch danach nicht aus seinem Gesicht, Supermoto macht eben glücklich!

Im Rennen ging es derweil ähnlich munter zu wie schon in den Vorläufen, der Kampf um die Plätze wurde verbissen, aber fair zwischen mehreren Fahrern ausgefochten. Hinter Michael Sommer etablierte sich Zille als Zweiter und schien den Platz auch halten zu können, sein Vorsprung vor der Gruppe Bratsch, Tesch und Glassl war eigentlich groß genug. Kucki musste sich nach einem Rempler beim Start erst einmal weiter hinten einsortieren, kämpfte sich aber nach und nach wieder nach vorne durch. Auch Rene Maas mischte wieder im vorderen Drittel mit, das Leistungsdefizit der 250er machte er durch seinen rustikalen Fahrstil immer wieder wett, besonders im Offroad war er klar schneller als die Konkurrenz. Im letzten Drittel des Rennens machte sich dann der Schnellzug, bestehend aus  Bratsch, Tesch und Glassl auf die Jagd nach Zielinski. Zille musste sich sowohl Christof Bratsch als auch Sebastian Tesch beugen, Glassl konnte den Speed aber dann doch nicht mitgehen und fiel zurück. Neben diesem Schlachtfeld um Platz zwei gab es noch einen packenden Fight um Platz sechs, den Toni Feißel und Jens Kuck bis zum letzten Meter verbissen ausfochten. Feißel trieb seine Honda schließlich denkbar knapp mit einem Vorsprung von 6 Hundertsteln über die Ziellinie.
Bei der anschließenden Siegerehrung erwies sich der Kürbis von Michael Sommer dann als Fallobst, das Siegerbike kippte beim Abspielen der Nationalhymne einfach um.

 

Die kompletten Rennergebnisse finden Sie auf der Homepage unseres Zeitnahme-Team. www.sportserviceschleswig.de

Link zu den Bildern aus St. Wendel

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