Supermoto GP of Andorra - Chareyre Brüder wieder vorne.

S1_S2start_SmGp4ANDDie Supermoto WM hatte vergangenes Wochenende Andorra auf dem Plan stehen. Das kleine Fürstentum liegt in den in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich auf einer Höhe von etwa 2000 Metern. Eine Höhe, die auch den Supermoto Motorrädern zu schaffen macht, da die Luft doch etwas weniger Sauerstoff enthält als unter normalen Bedingungen. Gut, dafür war es wenigstens kalt dort oben. Es war sogar so saukalt, dass es Freitags schneite, man aber glücklich war, dass die weiße Pracht nicht liegen blieb. Insgesamt waren die Wetterbedingungen mehr als schlecht um ein Motorradrennen zu veranstalten. Was muss wohl der MotoGP-Ehrengast Toni Elias gedacht haben, als er seine Sportsgenossen in der Startaufstellung bestaunte? Die S1-S2 Kombo verbrachte nämlich lange Zeit in der Startaufstellung, da zum Zeitpunkt des eigentlichen Rennbeginn an Fahren nicht zu denken war. Wer in der hinteren Reihe stand hatte wahrlich Probleme die Ampel zu sehen, was in der WM ja nun wahrlich keine allzu große Distanz darstellt. Bis der Nebel sich endlich legte standen die Piloten wie Falschgeld in Parkas gehüllt auf der Geraden herum und bibberten so vor sich hin. Irgendwann riss der Nebel auf und es sollte losgehen.

Hermunen_SmGp4ANDAdrien Chareyre, der auch die Pole Position inne hatte, führte das Feld an, gefolgt von seinem Bruder Thomas, Gerald Delepine und Thierry van den Bosch, einem der knapp 84.000 Einwohner von Andorra. Nach einer kleinen Lücke folgten dann Ivan Lazzarini und Mauno Hermunen. Über Runden hinweg geschah nichts. Die Bahn war glatt, nass und kalt, die Sicht immer noch eingeschränkt und das Klassen-Gezeter tat sein Übriges. Jedenfalls war Mauno derjenige der sich ein Herz fasste und ein Überholmanöver gegen Lazzarini verwandelte. Kurz darauf hatte er die Lücke zu van den Bosch geschlossen und und klopfte auch sofort an um seinem Drang nach vorne Luft zu verschaffen. Da van den Bosch nicht freiwillig Platz machen wollte verschaffte Mauno sich selbigen und lag nun hinter Delepine auf der Lauer. Der alte Hase erkannte sofort die Not des S1 Piloten und da er selbst ja in der S2 gewertet wird, ließ er Mauno eine Lücke und wies ihm den Weg vorbei. Leider waren zu dem Zeitpunkt nur noch drei Runden übrig, in denen der Finne zwar an Thomas Chareyre ran, jedoch nicht vorbeifahren konnte.

Das zweite Rennen wurde dann wegen erneutem starken Nebel nicht mehr gestartet und Mauno Hermunen zog folgendes Resümee: „Ich habe das Zeittraining über 20 Minuten lang angeführt und als die Strecke dann endlich besser wurde und ich zu einer weiteren schnellen Runde raus ging, habe ich mir irgendwo den Reifen platt gefahren. Daher die schlechte Ausgangsposition, aber mit der schnellsten Rennrunde und der Tatsache vorn Thierry ins Ziel gekommen zu sein, kann ich gut leben. Auch wenn mehr drin gewesen wäre.“


S1 Rennen 1 Top Ten: 1. Thomas Chareyre (FRA, Husqvarna), 14:31.137; ; 2. Mauno Hermunen (FIN, Husqvarna), +0:00.062; 3. Thierry van den Bosch (FRA, TM), +0:06.769; 4. Ivan Lazzarini (ITA, Honda), +0:08.576; 5. Giovanni Bussei (ITA, Honda), +0:27.681; 6. Eddy Seel (BEL, Suzuki), +0:28.604; 7. Matthew Winstanley (GBR, Husqvarna), +0:31.938; 8. Viktor Bolsec (CRO, Honda), +0:35.393; 9. Yasushi Matsumoto (JPN, Husqvarna), +0:36.136; 10. Francesc Cucharrera (ESP, KTM), +0:36.397;

S1 Meisterschaft Top Ten: 1. Thierry van den Bosch (FRA, TM), 158 Punkte; 2. Mauno Hermunen (FIN, Husqvarna), 145 p.; 3. Ivan Lazzarini (ITA, Honda), 123 p.; 4. Thomas Chareyre (FRA, Husqvarna), 117 p.; 5. Eddy Seel (BEL, Suzuki), 111 p.; 6. Giovanni Bussei (ITA, Honda), 77 p.; 7. Alex Serafini (ITA, TM), 66 p.; 8. Massimo Beltrami (ITA, Aprilia), 58 p.; 9. Christian Ravaglia (ITA, Aprilia), 57 p.; 10. Chris Hodgson (GBR, Husqvarna), 55 p.;

 

S2 Rennen 1 Top Ten: 1. Adrien Chareyre (FRA, Husqvarna), 14:30.764; ; 2. Gérald Delepine (BEL, Husqvarna), +0:01.455; 3. Davide Gozzini (ITA, TM), +0:10.368; 4. Christian Iddon (GBR, KTM), +0:16.545; 5. Lorenzo Mariani (ITA, TM), +0:18.050; 6. Andrea Occhini (ITA, TM), +0:19.880; 7. Edgardo Borella (ITA, KTM), +0:25.947; 8. Fabrizio Bartolini (ITA, WRM), +0:29.457; 9. Paolo Gaspardone (ITA, Honda), +0:37.563; 10. Lionel Deridder (BEL, KTM), +0:48.544;

S2 Meisterschaft Top Ten: 1. Adrien Chareyre (FRA, Husqvarna), 172 Punkte; 2. Davide Gozzini (ITA, TM), 145 p.; 3. Gérald Delepine (BEL, Husqvarna), 130 p.; 4. Paolo Gaspardone (ITA, Honda), 103 p.; 5. Edgardo Borella (ITA, KTM), 102 p.; 6. Lorenzo Mariani (ITA, TM), 99 p.; 7. Christian Iddon (GBR, KTM), 95 p.; 8. Lionel Deridder (BEL, KTM), 76 p.; 9. Fabrizio Bartolini (ITA, WRM), 71 p.; 10. Ales Hlad (BUL, Aprilia), 64 p.;

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