S1 - S2 Mix startete in Mallory Park zum Supermoto GP

S1_S2start_SmGp2GBIm englischen Leicestershire fand dieses Wochenende der FIM Supermoto Grand Prix of Great Britain statt, wobei man davon ausgehen darf, dass die 17 Zoll Freaks im Mallory Park wohl eher das Rahmenprogramm darstellten. Die geringen Teilnehmerzahl und ein wahrlich straffer Zeitplan, denn der Motocross GP fand zeitgleich statt, zwangen Youthstream zur Zusammenlegung von S1 und S2. Noch derber ereilte es dabei das Rahmenprogramm des Rahmenprogramms - die Supermoto EM, welche unter UEM Flagge ausgetragen auch im Schoß von Youthstream stattfindet, bekam kurzerhand am vergangenen Donnerstag einen neuen Zeitplan gestrickt, der per Email und sicher auch mit dem Vermerk „höchste Dringlichkeit“ an die Teams und Fahrer gesandt wurde. Schade nur, dass viele Empfänger zu dem Zeitpunkt schon unterwegs waren um Mallory Park anzureisen. Manche Fahrer der EM Klassen (Open, MaxiMoto und S3) kamen somit nicht rechtzeitig zum vorverlegten Zeittraining an und konnten sich unverrichteter Dinge die Füße in den Bauch stehen.

 

S1 / S2 - Heat 1

VdB_SmGp2GBAdrien Chareyre (S2) bog als erster in den Offroad ein, gefolgt von Thierry van den Bosch (S1), Ivan Lazzarini (S1) und Davide Gozzini (S2). Mauno Hermunen (S1), der von Startplatz sechs in das Mix-Rennen ging, stürzte in der ersten Kurve, riss Gerald Delepine (S2) mit sich und hatte danach fast das komplette Feld vor sich. Thierry van den Bosch machte Druck auf Chareyre, der sich der Situation auf dem engen Kurs schnell bewusst wurde und VDB eine Tür öffnete. VDB hatte Lazzarini im Genick und hätte somit die Flucht nach vorne riskiert um in der S1 Wertung on top zu bleiben. Chareyre sah das gelassener, ließ VDB ziehen und hat von nun an Lazzarini als Puffer zwischen sich und Davide Gozzini. In dieser Reihenfolge nahm das Rennen seinen Lauf. Es wurde zwar gekämpft, aber kaum überholt. Nur Hermunen hatte aufzuholen und holte sich innerhalb der 20 Rennrunden einige Plätze zurück. Sieben Runden vor Schluss lag Hermunen dann auf Rang 5 in der S1 Wertung, hatte aber einen den starken S1-Kollegen Eddy Seel direkt vor sich. In der letzten Runde fand Hermunen noch den weg vorbei am Belgier und holte sich Punkte für den vierten Platz. Adrien Chareyre gewann das Rennen aus S2 Sicht, mit Gozzini im Gefolge. Edgardo Borella wurde Dritter, vor Gerald Delepine und Lorenzo Mariani.

 

S1 / S2 - Heat 2

ChareyreA_SmGp2GBNach den Warm-up Runden zum zweiten Rennen waren sich die Piloten einig, dass sie das Rennen so nicht starten wollen und zwangen die Rennleitung gemeinsam zum Abbruch. FIM CMS Präsident Dr. Wolfgang Srb war sofort zur Stelle und nahm die Argumente der Fahrer auf. Thierry van den Bosch sagte zu Srb: „Das ist zu gefährlich!“ Was er damit meinte war, der Offroad, der unmittelbar hinter Start-Ziel nach links weg ging, sei zu stark gewässert und für die Supermoto Hatz zu schlüpfrig. Zumal der Offroad aus Sprungkombinationen bestand, bei denen die Beeinträchtigung durch zu viel Schlupf am Hinterrad zum absoluten Chaos hätte führen können. Die Rennleitung zeigte sich überzeugt und man wartete eine halbe Stunde, ehe man das Rennen startete.
Nach dem Start hatte wieder Adrien Chareyre die Nase vorne, gefolgt von Ivan Lazzarini, Gerald Delepine, Mauno Hermunen, Davide Gozzini und van den Bosch. Gozzini fackelte nicht lange und setzte sich beim ersten Flug über die Start-Ziel Gerade neben Hermunen. Der musste nun die äußere Bahn in den Offroad wählen und hatte einen verunfallten Fahrer aus der ersten Runde vor sich im Offroad liegen. Auf der inneren Bahn war somit auch schon van den Bosch durchgeschlüpft. Auf Höhe der gelben Flaggen waren die beiden etwa auf gleicher Höhe, wodurch man dem Franzosen keinen Regelverstoß nachsagen kann. Pech für Hermunen, der zwar eine ganze Weile attackierte, aber nicht mehr an van den Bosch vorbei kam. Somit gewann Ivan Lazzarini die S1 Wertung, vor van den Bosch, Mauno Hermunen, dem Südafrikaner Craig Venske und einem starken Eddy Seel.
In der S2 Wertung gewann Adrien Chareyre vor Davide Gozzini ins Ziel. Gozzini hatte in der sechsten Runde einen guten Ritt durch den ersten Offroad hingelegt und sich damit die Attacke gegen Delepine vorbereitet, den er dann im anschließenden Asphalt ganz einfach überholen konnte und somit auf Rang drei (S2 Wertung) verwies. Mariani wurde Vierter vor Paolo Gaspardone.

S1 Meisterschaft Top Ten: 1. Thierry van den Bosch (FRA, TM), 94 points; 2. Mauno Hermunen (FIN, Husqvarna), 83 p.; 3. Ivan Lazzarini (ITA, Honda), 71 p.; 4. Eddy Seel (BEL, Suzuki), 63 p.; 5. Chris Hodgson (GBR, Husqvarna), 45 p.; 6. Thomas Chareyre (FRA, Husqvarna), 42 p.; 7. Jerome Giraudo (FRA, Honda), 41 p.; 8. Giovanni Bussei (ITA, Honda), 40 p.; 9. Matthew Winstanley (GBR, Husqvarna), 39 p.; 10. Craig Venske (RSA, KTM), 38 p.

S2 Meisterschaft Top Ten: 1. Adrien Chareyre (FRA, Husqvarna), 100 points; 2. Davide Gozzini (ITA, TM), 86 p.; 3. Gérald Delepine (BEL, Husqvarna), 70 p.; 4. Edgardo Borella (ITA, KTM), 63 p.; 5. Paolo Gaspardone (ITA, KTM), 61 p.; 6. Luca Minutilli (ITA, Aprilia), 55 p.; 7. Christian Iddon (GBR, KTM), 51 p.; 8. Lionel Deridder (BEL, KTM), 49 p.; 9. Lorenzo Mariani (ITA, TM), 45 p.; 10. Richard Blakeman (GBR, KTM), 42 p.

 

Supermoto GP of Great Britain auf Freecaster.com

Wer sich die Rennen auf Freecaster.com anschauen möchte, dem sei versichert es genügt wenn man das zweite Rennen schaut. In dem entsprechenden Beitrag sind durch die halbe Stunde Unterbrechung alle Highlights und Specials eingeflossen, so dass man nichts verpasst.