Der Ü40-Cup feierte seinen Auftakt am Nürburgring


Vergiss Doppelherz, Rollator, Gehhilfe, Viagra, Betablocker, Kukident, Inkontinenz-UnnerbuxXx-Einlagen, der Ü40 Cup ist am Start !

09_gm_02_hueterDie historische Stätte Nürburgring sollte es sein. Unzählige Rennschlachten wurden hier bereits geführt, und schon wieder soll an genau diesem Ort Geschichte geschrieben werden: Ü 40 Cup, erstes Rennen. Die Rettung des Supermoto geht in die erste Runde. Im Rahmen der neuen Nürburgring Supermoto Serie sollte der Cup seinen ersten Wertungslauf starten.

Das Reglement ist einfach: Der Fahrer muss am Tage des Rennens nicht nur dem Aussehen und des Wohlfühlfaktors nach, nein, auch per Ausweis mindestens 40 Jahre alt sein. Seine Waffe im Kampf darf hingegen ruhig neueren Baujahres entsprechen und sollte den DMSB Richtlinien für den faszinierenden Supermoto Sport genüge tun. Zusätzlich ist eine kleine Klappleiter zum Besteigen des, für einen über 40 Jahre alten Menschen, relativ ungewohnten wie auch hohen Sportgeräts erlaubt. Der geneigte Zuschauer erkennt spätestens beim Betrachten von Offroadteil und Slickbereifung das Kind, bzw. den Wahnsinn im Manne.

Bei typisch trockenem Eifelwetter fanden sich im Vorfeld lediglich 13 Nennungen ein, was durchaus an dem für alte Menschen kalten und harten Winter gelegen haben kann. Nichts desto strontz sollten genau diese 13, samt zweier Nachnenner, um Ruhm und Ehre kämpfen.

Eines gleich vorweg: An der Spitze wurde es ein recht einsames Rennen des schon im Training dominierenden Jürgen Hüther. Dank seiner Doppelherz Aprilia fiel es ihm auf der sehr schnellen Strecke leicht, die über Jahre gewonnene Erfahrung in schnelle Rundenzeiten umzusetzen. Erstaunlich gleichmäßig und somit kräftesparend umrundete er den schnellen Kurs in der Regel 3 Sekunden schneller als der Zweitplazierte Peter Furbach, dicht gefolgt von Peter Martin. Runde 3: Ein mit allen Mitteln kämpfender Thomas Wiesenthal warf in zweideutiger Absicht seinen Kupplungsschutzdeckel dem dicht auffolgenden Konkurrenten mit List und Heimtücke vor´s Rad. Genutzt hat ihm diese Aktion, wie er später selber zugab, nichts. Doch diese kleine Sünde wurde von höchster Stelle noch in Runde 4 bestraft. In der Bergaufschikane erwischte ihn einer der schon Tags zuvor bei den Fahrern umstrittenen Schikanenbildenden Reifen am linken Fuss, was ihm den Schmerz in die Glieder und das Motorrad mit ihm bis zum nächsten Streckenposten fahren lies, um dort unter Schmerzen das Gefährt an ungefährlicher Stelle im Kiesbett abzustellen. Sogleich erkannte man die Routine der Nürburgring Streckenposten samt Rettungspersonal. In rekordverdächtiger Zeit wurden rote Flaggen geschwenkt und schon stand ein Krankenwagen direkt neben dem Verletzten, den man schon durch Tücher vor den Blicken der imaginär vorhandenen Zuschauern schützte.

09_gm_02_joeDen Neustart des nun auf 10 Runden angesetzten Rennens gewann wieder Jürgen Hüther, der erneut dem Feld davon eilte, als hätte ihn der Teufel geritten. Vermutlich lag es auch daran, dass die unbändige Leistung seines Motorrades auf dem nun schikanenbefreiten Kurses vollends zur Geltung kam, was seine fahrerische Leistung nun jedoch nicht im Geringsten schmälern soll. Aprops Leistung: Christoph Welter quetschte seine, auf diesem Hochgeschwindigkeitskurs völlig unpassende, 250er 4-Takt Yamaha aus, dass es einem Tränen der Verzückung in die Augen trieb. Samt einer kleinen Träne der Vorfreude auf die weitaus engeren Kurse die noch folgen werden.

Mit rund 35 Sekunden Vorsprung sicherte sich Hüther ungefährdet den Sieg in Lauf 1 vor dem bekennenden Offroadfeind Peter Fuhrbach, der wiederum 13 Sekunden vor Peter Martin durchs Ziel rollatorte. Einen sehenswerten Kampf gab es um Position 4 zwischen Joachim Schramm, Jörg Gregor, Harald Wirtz, Carsten Kögel und Helmut Ditzel.

Folgender Punktestand nach Lauf 1
  1. Jürgen Hüther 30 Punkte
  2. Peter Fuhrbach 25 Punkte
  3. Peter Martin 22 Punkte
  4. Joachim Schramm 20 Punkte
  5. Jörg Gregor 19 Punkte
  6. Harald Wirtz 18 Punkte
  7. Carsten Kögel 17 Punkte
  8. Helmut Ditzel 16 Punkte
  9. Georg Lamberty 15 Punkte
  10. Pfeifer Jörg 14 Punkte
  11. Christoph Welter 13 Punkte
  12. Robert Schuhmacher 12 Punkte
  13. Markus Erbelding 11 Punkte
  14. Andreas Deiters 10 Punkte
  15. Svenja Rohlfs 9 Punkte

 

Lauf 2

Erneut zog Jürgen Hüther dem Feld souverän davon und sicherte sich den Sieg mit 27 Sekunden Vorsprung vor den ebenfalls stark fahrenden Peter Fuhrbach
und Peter Martin. Jörg Gregor hatte diesmal Georg Lamberty im Handgepäck, dicht gefolgt von Joachim Schramm samt Windschatten Harald Wirtz.

Ergebnis:

  1. Jürgen Hüther 30 Punkte
  2. Peter Fuhrbach 25 Punkte
  3. Peter Martin 22 Punkte
  4. Jörg Gregor 20 Punkte
  5. Georg Lamberty 19 Punkte
  6. Joachim Schramm 18 Punkte
  7. Harald Wirtz 17 Punkte
  8. Jörg Pfeifer 16 Punkte
  9. Christoph Welter 15 Punkte
  10. Robert Schuhmacher 14 Punkte

 

Tabellenstand nach 1 von 5 Veranstaltungen:
  1. 09_gm_02_bandeJürgen Hüther 60 Punkte
  2. Peter Fuhrbach 50 Punkte
  3. Peter Martin 44 Punkte
  4. Jörg Gregor 39 Punkte
  5. Joachim Schramm 38 Punkte
  6. Harald Wirtz 35 Punkte
  7. Georg Lamberty 34 Punkte
  8. Jörg Pfeifer 30 Punkte
  9. Christoph Welter 28 Punkte
  10. Robert Schuhmacher 26 Punkte
  11. Carsten Kögel 17 Punkte
  12. Helmut Ditzel 16 Punkte
  13. Markus Erbelding 11 Punkte
  14. Andreas Deiters 10 Punkte
  15. Svenja Rohlfs 9 Punkte
  16. Thomas Wiesenthal 0 Punkte

Text und Bilder: Christoph Klee alias xyz

Zu den Bildern vom Nürburgring.

 

Hier die reine Ü40-Cup Auswahl.