HPS Technik - Team und Technik 2009

08_hps_team09_00Vieles wurde geredet und gemunkelt, wobei der Kern der Sache zumeist unklar blieb. Urs Hunziker und somit HPS Technik, ist kein Händler, sondern ein detailverliebter Tuner für Zweiräder und Quads. Er optimiert alles was ihm in die Finger kommt und lässt kaum einen Stein auf dem Anderen. Die Umbauten aus seiner Hand sind genau wie von seinen Piloten eingesetzt käuflich zu erwerben. Wer spezielle Features an seinem Motorrad umgesetzt haben möchte, kann die Arbeiten von HPS durchführen lassen, oder die einzelnen Komponenten bei Urs erwerben und selbst verbauen.

Wer das verinnerlicht, der versteht auch das Engagement welches HPS mit der BMW G 450 X an den Tag legte. Es hatte nichts damit zu tun, dass er sich von KTM trennen wollte: „Wir haben so viel Erfahrung damit, wie man Originalteile aus Österreich optimieren kann - egal was wir sonst noch an Produkten angepackt haben, oder anpacken werden, hat nichts mit unserer Einstellung zu KTM zu tun." Mit dieser Aussage stellt Urs schon mehr als deutlich klar, dass sein Ablassen vom BMW Projekt nichts mit KTM zu tun hat. „Wir mussten leider feststellen, dass der Weg zu langwierig und zu kostspielig wurde. Da haben wir uns entschlossen für die Meisterschaften wieder auf Bewährtes zurückzugreifen. Leider hat KTM in der Schweiz etwas weniger, um genau zu sein null Unterstützung für die Saison 2009 angekündigt. Aber auch das hat nichts mit dem BMW Projekt zu tun."

08_hps_team09_01Doch Markus Volz und der Neue - Eddy Petard - werden 2009 nicht mehr unter dem Markenlogo der Österreicher anzutreffen sein. „Sobald mehr als 50 Prozent eines Fahrzeuges nicht mehr dem Serienstand entsprechen, darf man dem Kind seinen eigenen Namen geben. Wir setzen somit zwei HPS 450 Motorräder ein." Diese 50 Prozent-Klausel dürfte ohne tieferen Blick in die Eingeweide der Einsatzgeräte schon erfüllt sein. Doch das Team wird zu den Rennen der DM und der Schweiz noch einen weiteren Fahrer mitbringen. Harry Näpflin, der für Kawasaki Schweiz unterwegs ist, hat die Geschicke rund um seine KX-F in die Hände von Hunziker abgegeben und wird zukünftig etwas Farbenfreude ins HPS Vorzelt bringen. „Wir haben schon einige Optimierungen an der Kawasaki vorgenommen. Zum einen setzen wir auf unser bewährtes WDS Fahrwerk und lenken die Schwinge direkt an. Dadurch gewinnen wir jede Menge Platz für unsere neue Airbox und die Abgasführung."

Eine spannende Konstellation, die Urs Hunziker kommende Saison betreuen wird. Volz wird definitiv wieder auf Titelkampf unterwegs sein, Näpflin ist ein sicherer Top-Tenner und wo Petard sich in der DM einpflanzen kann, werden wir schon bald sehen können.
Zur Technik der HPS von Volz und Petard gibt es einige Details zu erwähnen. Als erstes erhielt der ursprüngliche 450er Rahmen aus Österreich gewisse Änderungen, bevor er mit einem neuen Aluheck, WDS Gabel und Dämpfer, Gabelbrücke aus dem Hause Xtrig und einer bissigen Magura Doppelscheiben Bremse ausgerüstet wurde. Bei den Felgen greift Hunziker auf die schlauchlose Lösung von DID zurück und damit das Heck bei der Kurvenfahrt geschmeidig seinen Schwenk verübt, vertraut HPS auf die Antihopping Kupplung aus dem Hause Suter. Um dem Motor mehr Zunder zu geben, legt der Meister dann selbst Hand an und stiftet seinen Modellen ein selbstentwickeltes Airbox System, werkelt ein wenig an den Grundeigenschaften des Serienvergasers, spendiert neue Nockenwellen, sowie Kolben und regelt das ganze über die HPS-Zündung neu ein. Seine HPS 450 auf KTM Basis regelt derzeit bei Sage und Schreibe 13.200 Umdrehungen ab (in Worten: dreizehntausendzweihundert)!

Die Kawasaki von Näpflin kommt der HPS schon sehr nahe, nur dass man sich derzeit bei der Einspritzung ein wenig zurückhält und sich „noch" auf die Serienwerte verlässt.

08_hps_team09_02 08_hps_team09_03