Spannende Zweikämpfe beim Saisonauftakt

20130414 queens_0057Die Erwartungen für die Auftaktrennen der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft lagen deutlich auf der Prominenz dieser Rennserie. In der hubraumoffenen S2 Klasse bestätigte das Ergebnis des Zeittrainings die Vermutungen. Markus Class preschte seine Zweitakt-Husaberg mit einem soliden Abstand von 0,8 Sekunden auf die Pole Position, gefolgt vom Tschechen Pavel Kejmar. Jan Deitenbach und Jürgen Künzel komplettierten die erste Startreihe. In der S1 Klasse überraschte das Ergebnis des Zeittrainings allerdings. Der Österreicher Lukas Höllbacher und Lokalmatador Andre Plogmann gaben hier den Ton an, gefolgt vom zweifachen Weltmeister Bernd Hiemer und Markus Volz.

S1 – Neue Saison, neue Sieger.

Das erste Rennen der S1 musste nach einem üblen Startcrash von Bernd Hiemer erst abgebrochen und dann neu gestartet werden. Hiemer konnte nach Freigabe des Rennarztes sofort wieder mit frischem Helm und Motorrad an den Start gehen. Beim Neustart setzte sich Andre Plogmann wie schon zuvor gegen Lukas Höllbacher durch. Der Ostwestfale zeigte bei seinem Heimrennen keinerlei Schwäche und setzte seine Führung in den Sieg um. Der erste DM Sieg von Plogmann. Höllbacher konnte als einziger an Plogmann dran bleiben, während der drittplatzierte Markus Volz nach ein paar Runden den direkten Anschluss verloren hatte. Im Kampf um den vierten Platz fanden sich Nico Joannidis und Bernd Hiemer. Die beiden wechselten mehrmals die Positionen, gingen aber wenigen Runden vor Schluss gemeinsam zu Boden, wodurch Kevin Würterle sich Rang vier schnappte. Da Hiemer schneller wieder auf dem Motorrad war, belegte er vor Joannidis den fünfen Rang.

Lukas Höllbacher hatte sich fest vorgenommen, dass ihm zu Ehren an diesem Tag noch die österreichische Nationalhymne gespielt würde. Um das zu erreichen musste er Plogmann möglichst schon beim Start im Zaum halten, was er dann auch tat. Höllbacher, Plogmann, Joannidis, Volz und Maik Voorwinden, so ging es in die erste Runde. Voorwinden war gut unterwegs und schnappte sich schnell Joannidis. Doch der Holländer bekam wenig später technische Probleme und fiel zurück bis auf den neunten Rang. Auch Markus Volz patzte, wodurch Joannidis und Hiemer nun um den dritten Platz kämpften. Die beiden liefen zur Hochform auf. Angestachelt durch ihre Auseinandersetzung im ersten Rennen brodelte es eh schon zwischen den beiden. Am Ende schob sich Hiemer in der engen Kurve vor der Boxenanlage innen an Joannidis vorbei. Joannidis stürzte während dieses Manövers und wurde Sechster. Hinter Hiemer kam Michi Herrmann als Vierter ins Ziel. Herrmann kam vom zwölften Startplatz und hatte mit dem vierten Platz ein gutes Stück Arbeit geleistet. Markus Volz wurde Fünfter.

S1 Meisterschaftsstand nach 2 von 14 Rennen:

  1. Lukas Höllbacher (#72) / KTM - 47 Punkte
  2. Andre Plogmann (#26) / Suzuki - 47 Punkte
  3. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 36 Punkte
  4. Markus Volz (#3) / KTM - 36 Punkte
  5. Kevin Würterle (#7) / KTM - 31 Punkte
  6. Nico Joannidis (#116) / Kawasaki - 30 Punkte
  7. Manuel Hagleitner (#33) / KTM - 25 Punkte
  8. Maxi Niewiadomski (#96) / TM - 24 Punkte
  9. Rudolf Bauer (#69) / KTM - 24 Punkte
  10. Michael Herrmann (#5) / TM - 22 Punkte

S2 – Neuer Schauplatz für alte Streithähne.

20130414 queens_0032Vergangenes Jahr wurde die S1 vom Zweikampf zwischen Pavel Kejmar und Markus Class bestimmt. Nun, da Kejmar kurzfristig die Rückkehr in die DM beschlossen hat und teamseitig dafür nur die S2 in Frage kam, stehen sich die beiden Widersacher erneut im Kampf um den Titel gegenüber. 2012 konnte sich der Tscheche durchsetzen. Class möchte natürlich nicht zulassen, dass sich das in diese Saison wiederholt, doch Kejmar legte im ersten Rennen direkt einen Traumstart hin und setzte sich vor Class. Das Tempo der Beiden war außerordentlich hoch. Während der 16 Rennrunden zogen sie dem Jan Deitenbach auf Position drei um fast 30 Sekunden davon. Der Iserlohner hatte seinerseits allerdings auch wenig Not seinen dritten Rang zu verteidigen. Er fuhr sich genügend Vorsprung zu Danni Fuhrbach und Jürgen Künzel heraus, die sich im Kampf um Position vier nichts schenkten. An der Spitze fuhr Kejmar sicher seine Runden, während Class es immer wieder probierte den Tschechen zu überholen. Nachdem es dann endlich Ende der Sandbahn klappte, währte die Führung von Class doch nur kurz. Kejmar konterte seinerseits ebenfalls auf der Sandbahn und fuhr den ersten Sieg ein. Jan Deitenbach wurde Dritter, während sich Fuhrbach gegen Künzel als Vierter durchsetzen konnte.

Beim Start zum zweiten Rennen herrschte Verwirrung, als Deitenbach einen deutlichen Frühstart hinlegte. Zumindest Kejmar und Künzel zauderten danach deutlich zu lange und ließen Class den Vortritt. Deitenbach fiel nach seiner Stop and Go Strafe zwar um einige Plätze zurück, wurde letztlich aber doch noch Sechster. Class führte das Rennen danach an, gefolgt von Kejmar, Jens Wiedemann, Danni Fuhrbach und Jürgen Künzel. Wiedemann baute in den ersten Runden allerdings ein paar Fehler ein und fiel auf den fünften Rang zurück. Anders als im ersten Rennen schien Künzel dieses Mal deutlich schneller fahren zu können als Fuhrbach. Er packte sich den Rheinländer im schnellen Streckenteil, fuhr sich ein Polster heraus und wurde Dritter vor Fuhrbach und Wiedemann. Class und Kejmar setzten sich in Kampf um die Spitze erneut ab. Der Wormser konnte den Tschechen nicht abschütteln und musste sich schon nach wenigen Runden geschlagen geben. Kejmar war einfach schneller und riss die Führung an sich. Alle spätere Attacken von Class blieben wirkungslos und warfen ihm am Ende des Rennens sogar ein Stück zurück.

S2 Meisterschaftsstand nach 2 von 14 Rennen:

  1. Pavel Kejmar (#71) / KTM - 50 Punkte
  2. Markus Class (#111) / Husaberg - 44 Punkte
  3. Jürgen Künzel (#74) / TM - 36 Punkte
  4. Danni Fuhrbach (#178) / Suzuki - 36 Punkte
  5. Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 35 Punkte
  6. Jens Wiedemann (#209) / Husaberg - 31 Punkte
  7. Ashley Barber (#23) / KTM - 27 Punkte
  8. Yerki Janvier (#181) / KTM - 26 Punkte
  9. Andre Prehn (#62) / Husaberg - 24 Punkte
  10. Jan Simon ter Heide (#25) / Suzuki - 23 Punkte

Link zu den Ergebnissen beim Zeitnehmer der DM - Sportservice Schleswig