Die Pläne des Weltmeisters

20091003_1201_queensDrei Meisterschaften auf bekanntem Material und in alter Frische, so schaut der Plan von Bernd Hiemer aus. Er hatte ein bescheidenes Jahr 2009, welches für den damals amtierenden Weltmeister mit einer folgenschweren Verletzung beim Training in Ottobiano noch vor der Saison sein Ende nahm. „Ich bin nach wie vor in der Aufbauphase und habe vor allem noch an Kraft zuzulegen. Die ersten Rennen in der DM und Italien liegen noch in der Angesetzten Aufbauphase, doch zum WM-Auftakt ist alles wieder vollends hergestellt - Kraft, Reaktion, Fitness! Meine Betreuer bei Red-Bull überlassen da nichts dem Zufall."

Zwischenzeitlich ist wirtschaftlich viel geschehen und selbst Hiemer hat es nicht einfach. Sein Arbeitgeber KTM steckt sein Engagement im Supermoto deutlich zurück und kann den ehemaligen Werkspilot nicht mehr in Anstellung halten. Aber man ließ Hiemer nicht fallen wie eine heiße Kartoffel, sondern besann sich auf die beiden gemeinsam eingefahrenen WM-Titel und suchte nach Lösungen. Nun kann sich Hiemer über Material freuen, welches ihm Mattighofen weiterhin zur Verfügung stellen wird. An den Rennstrecken wird Bernd vom italienischen Team Motoracing unterstütz werden, einem italienischen Motorradhändler, der sich ähnlich wie HPS auf Tuning und Umbauten spezialisiert hat. Die Fahrwerksbetreuung übernimmt vollends WP-Germany. Eine Aufgabe, die vor allem für die WM mit dem neuen Reifen spezielle Anforderungen stellt. Optisch wird sich Hiemer also weiterhin orange präsentieren, doch seine Lederkombi hat er gegen das neue MVD Equipment eingetauscht, welches er nach ersten Tests sehr positiv bewertet.

Auch wenn die Entscheidung noch nicht gefällt ist, ob Hiemer nun den nationalen Fokus auf Italien oder Deutschland legen wird, er scheint sich auf die Rennen in der DM besonders zu freuen: „Bei allen Schwierigkeiten während der Saisonvorbereitung hat mich die Tatsache, wieder viel öfters in der DM dabei sein zu können, wirklich aufgebaut. Darauf freue ich mich ganz besonders!"

Die S1 Klasse in der Supermoto WM ist nun definiert

08_fim_logoDie FIM verkündete soeben per Pressemitteilung einige Neuerungen für das Motocross Segment. So ist es allen Klassen des Segments Motocross (MX, Sidecar MX, Supercross, Supermoto, Freestyle, Snowcross, Quad) untersagt mit Lenkern aus Karbon, Kevlar oder ähnlichen Materialien am Wettkampf teilzunehmen. Ferner dürfen keine elektronisch gesteuerten Dämpfungen eingesetzt werden.

Der Supermoto WM wurde schon vor einigen Monaten die Ein-Klassen-Gesellschaft verordnet. Nun bestimmt die FIM den Hubraum für die "neue" S1, indem die ursprüngliche Kategorie und Gruppe eine Änderung erfahren hat. Zum vorherigen Stand wären offene Motorräder unter dem Namen S1 angetreten, doch nun wurde dieser Passus in den Eingeweiden des Technischen Reglements in sofern geändert, dass die S1 wie gewohnt bei maximal 450 Kubik Viertakt seine Grenze hat. Zur S1 werden maximal 32 Fahrer zugelassen, welche pro GP drei Rennen absolvieren.

  • Rennen 1: Startaufstellung gemäß des Zeittraining und der Superpole
  • Rennen 2: Startaufstellung anhand des Ergebnis von Rennen 1
  • Rennen 3: Startaufstellung anhand des Ergebnis von Rennen 2

Bei jeder S1 Veranstaltung steht den Fahrern ein Kontingent von maximal 6 Reifen des offiziellen Lieferanten GoldenTyre zur Verfügung. Der Hersteller stellt lediglich eine Mischung für trockene und eine für nasse Fahrbahn zur Auswahl.

GoldenTyre übernimmt Dunlops Part in der Supermoto WM

zompetticavallini_bigAnfang der Woche bedankte sich der WM Promoter Youthstream schon via Newsletter für die vier Jahre währende Zusammenarbeit mit Dunlop, bei Dunlop. Diese wollen sich zukünftig anders positionieren und liebäugeln aktuell eher mit nationalen Meisterschaften im Supermoto Segment. Eine Kooperation mit dem ADAC Saarland ist durchaus denkbar, jedoch nach Bekunden der Saarländer auf keinen Fall unter der Voraussetzung eines Einheitsreifen für die DM-Klassen.

Seit heute ist bekannt wer die Lücke, die Dunlop in der WM hinterlässt, auffüllt. Die italienische Marke GoldenTyre zieht nach und wird die Entwicklung des geforderten Superslider (härter, längere Haltbarkeit für die Rückkehr des Drifts) forcieren. Über eine Laufzeit des Vertrages äußert sich Youthstream nicht.

Thierry van den Bosch und Adrien Chareyre wieder Weltmeister

Die Gefahr, dass Thierry van den Bosch in der S1 und Adrien Chareyre in der S2 bei den letzten Rennen in spanischen Salou ihre Führungspositionen abgeben müssten, war gering.

09_world_championsVDB reiste mit 19 Zählern Vorsprung auf Honda Pilot Ivan Lazzarini an und bewegte seine TM im "Save-Mode" über den Parkplatzkurs. Während Lazzarini und Thomas Chareyre sich einen erbitterten Kampf um den Vizetitel lieferten, schaukelte VDB den Titel mit zwei fünften Plätzen sicher nach Hause. Thomas Chareyre, der Gerüchten zufolge schon zum Griechenland GP von seinem Team eine Absage für die Saison 2010 erhalten hatte, gewann beide Rennen und spülte sich somit vor Ivan Lazzarini, der die Saison als Dritter beendete. Der DM Vize-Meister Mauno Hermunen belegt Rang vier in seinem ersten S1-WM Jahr, gefolgt vom alten Haudegen Eddy Seel.

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Rückblick auf den Supermoto GP in Griechenland

07_wm_logoVergangenes Wochenende fand der Supermoto GP of Greece im griechischen Thessaloniki statt. Dies sollte das erste S-Mixed Rennen für den wieder genesenen Bernd Hiemer werden und er schlug sich schon im Zeittraining entsprechend seiner gewohnten Form. Er lieferte hinter Thomas Chareyre die zweitschnellste Zeit ab und wandelte diese sogar im zweiten Rennen in 22 WM Punkte um. Im ersten Lauf hatte Hiemer auf zwei liegend einen Sturz zu verschmerzen, wurde aber dennoch Fünfter der S1 Wertung. Mauno Hermunen profitierte zwar vom Sturz Hiemers im ersten Rennen, und hetzte seinem Teamkollegen Thomas Chareyre...

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Deutschland ist Teamweltmeister im Supermoto

09_smon_nopa_02Was ist denn da in Bulgarien passiert?

Verwundert schütteln wir unsere weisen Häupter und starren mit offenen Mündern auf die Bilder der Siegerehrung der Supermoto of Nations vom vergangenen Wochenende. Ist das wirklich passiert und wenn ja, wie?

Nun, wir wollen mal versuchen, das Mysterium zu beleuchten und herausfinden, warum es so kam, wie es gekommen ist.

Wie schon im letzten Jahr, lag der Termin für das eigentliche Highlight der Supermoto Saison recht ungünstig, er überschnitt sich mit dem Showevent in Mettet, bei dem es neben Ruhm und Ehre auch satte Preisgelder gibt, es folgen noch drei WM Wertungsläufe und obendrein liegt Pleven nicht gerade zentral (der Truck des deutschen Teams bekam in 37 Stunden 2377km aufgebrummt, und das nur bei der Hinfahrt!) und so scheuen viele die hohen Reisekosten. Franzosen und Briten nannten also gar nicht und das italienische Team reiste mit einer vermeintlichen „B“ Besetzung an, was Angesichts von immerhin zwei WM Piloten im Dreierteam aber nicht so ganz stimmt.

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