Mauno Hermunen - S2 Dominator von Harsewinkel

20090627_1638_queensDie S2 Staffel war mit 24 Teilnehmern in Harsewinkel vertreten und schon im Zeittraining machte Mauno Hermunen seine Überlegenheit auf dieser Bahn deutlich. Der Finne strafte Jochen Jasinski mit 0,751 Sekunden Vorsprung ab und der Vizemeister setzte seinen Fokus schon vor den Rennen ein wenig anders an. „Mein Ziel ist es Zweiter zu werden, denn Hermunen ist hier einfach zu schnell. Auf der anderen Seite steht Joannidis mit drei Hundertstel hinter mir in der Startaufstellung. Da werd ich wohl mehr nach hinten aufpassen müssen als sonst.“ Manolito Welink machte die erste Startreihe komplett. Die zweite Startreihe wurde von drei jungen Wilden angeführt. Stefan Freyermuth, Jan Deitenbach und Michi Wagner ließen dem Dänen Andreas Mikkelsen den letzten Platz in der Reihe.

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Klassik Wochenende in Harsewinkel - Rennen der C-Mixed

Im Programm standen: Der fliegende Holländer. Der Alte Mann und das Meer. Ivan der Schreckliche.

20090627_0684_queensBei feuchtwarmem Tropenklima traf sich die Kulturgemeinde im Emstalstadion zu Harsewinkel um den schrägen Fight von der Sandbahnbande zu brechen. Der hervorragend präparierte Offroad mit Table und spektakulärem Sandbahn Anteil wartete in Verbindung mit der schnellen Kartbahn auf die Recken, die bereit waren, dieses Geläuf unter die 17 Zöller zu nehmen und sich mit den Mitstreitern zu messen. Nach zwei freien Trainings ging es am Samstag um die Startplätze. Im Zeittraining setzte sich der Routinier (oder aber der alte Mann) durch. Ralf Ebert knallte eine Zeit in das Stadion, die keiner seiner Mitstreiter überbieten konnte und sicherte sich damit die Pole. Neben ihm platzierten sich Christian Carl, Devon Vermeulen und Dominique Jansing. Reihe zwei bildeten Eike Moes, Max Nölte, Kai Dederichs und Dennis Klein. Rik Zulka, der in Stendal bei seinem ersten Supermoto Rennen noch die Amateurklasse dominierte, kam im Oval zu Harsewinkel nicht über den neunten Startplatz hinaus. Bereits am Samstag kam es dann zum ersten Showdown, die Helden enterten das weite Rund um sich zu duellieren.

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Spannung pur in der S1 - Würste für Künzel und Vorlicek

20090628_3863_queensZu Beginn des Zeittrainings der S1 Klasse war erst einmal Ruhe angesagt. Die Piloten fuhren raus und beäugten die Strecke. Besonders die Sandbahn stand im Fokus, denn kurz vor der Zeitenhatz hatte man noch einmal einen der mächtigen Claas Traktoren über die Bahn gesandt um zu wässern. Somit warteten die Piloten ein wenig, ehe sie ihre Risikobereitschaft steigerten. Schließlich war es Jürgen Künzel, der als erster eine markante Zeit setzte, diese später noch einmal unterbot und somit die Pole Position für sich beanspruchte. Julian Becher, dem Harsewinkel schon immer gut auf den Leib passte, lag weite Strecken des Trainings auf dem zweiten Rang, doch Vorlicek spuckte ihm mit seiner letzten Runde noch in die Suppe. Romain Febvre holte sich den vierten Startplatz. die zweite Startreihe eröffnete ein Gast aus der Schweiz. Cyrill Scheiwiller reihte Markus Volz und Marcel Götz neben sich. Michi Herrmann belegte Rang acht im Zeittraining und bekam am Abend noch eine detaillierte Streckenlesung durch seinen Teamchef Peter Öttl. Schon fast im Gänsemarsch zog die HP-Moto Delegation über die Bahn.

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Letzte Infos zu Harsewinkel - nass, selbst wenns trocken bleibt.

09_dm_04har_flyertopBeim Blick auf die Teilnehmerliste der S1 fiel ein alter Schwede direkt ins Auge. Olá Eifrem, Überraschungs-Laufsieger aus vergangenem Jahr, macht sich wohl wieder ernsthafte Hoffnung auf einen Platz auf dem Stockerl. Die Wetterprognosen für's kommende Wochenende in Harsewinkel sind nicht ganz eindeutig. Eines wird allerdings so oder so nass sein - die Sandbahn. Bei absolut trockenen Bedingungen kam man in Harsewinkel sogar schon in extreme Not. Bis zu 40.000 Liter Brauchwasser (hoffentlich genügt das Erinnerungsvermögen an dieser Stelle aus) werden an einem Supermoto-Wochenende auf die Bahn gelassen. Dies aber nur bei extremer Hitze - was uns dieses Mal offensichtlich erspart bleibt.

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The Voice informiert – Look Back Harsewinkel

09_tommi_deitenbachDas Supermoto in Harsewinkel ist der Klassiker schlechthin in der deutschen Szene. Das Rennen im idyllischen Emstalstadion in Ostwestfalen steht seit den Anfängen der Serie zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf dem Kalender! Nach meinen Erinnerungen ist der kommende DM-Lauf das 19. (!) Supermoto in Harsewinkel. Möglich wurde diese immense Zahl unter anderem durch Jahre mit zwei Veranstaltungen (DM und Pokal).

1999, also vor genau 10 Jahren gewann der Finne Mika Sironen. Mit KTM’s Klaus Kinigadner war er im Dauerduell um den „König von Harsewinkel“. Dieser wurde zur damaligen Zeit auch in einem Amerikanischen Finale am Ende des Renntages ausgefahren. Übrigens, aus der aktuellen DM waren damals schon Künzel, Götz und Spaniol am Start. Auch im neuen Jahrtausend waren die Sieger Sironen, Kini und Thierry van den Bosch. Ab 2002 gehörte Harsewinkel nicht mehr zum DM-Kalender. Freie Rennen, Pokalveranstaltungen und sogar ein EM-Lauf 2003 setzten die Tradition fort, bis der DM-Zirkus 2006 zurückkehrte.

Auf der eigenwilligen Bahn gab es in den letzten Jahren keinen Dominator aus dem aktuellen DM-Kader. Petr Vorlicek, Markus Volz und Michi Herrmann holten die Siegerpokale, dazu Mauno Hermunen in der S2 im vergangenen Jahr. Multimeister Jürgen Künzel dagegen konnte in Harsewinkel noch nie einen Meisterschaftslauf gewinnen, der Sieg im Superfinale 2008 war sein erster Erfolg dort überhaupt!

Neben den sportlichen Höhepunkten gibt es natürlich noch unzählige Geschichten am Rande von dieser ältesten deutschen Supermoto Veranstaltung. So wurde die ersten zehn Jahre auf der Sandbahn (!) gestartet, anfangs sogar noch mit dem bei Bahnrennen üblichen Startband. Rock and Roll in der ersten Kurve, da krabbelte auch schon mal einer von hinter der Bande wieder auf die Strecke. Das Festzelt war damals absoluter Kult und Pflichtveranstaltung für die Fahrer. Kinis Gesangseinlagen gehörten damals genauso zum Programm wie leider auch einige Kollegen, die mit Zunahme von Genussmitteln nicht ganz so zurückhaltend waren. Dumm nur, wenn man dann wie Patrick N. zu nächtlicher Stunde noch Wheelies auf der Sandbahn versucht. Jedes Sandkorn haben wir damals nach seinem Abflug glaube ich einzeln aus seinem Rücken gepickt. Auch der Sprecher war mal kurzfristig nicht da, was aber nichts mit Alkohol zu tun hatte. Eine Fingerverletzung hatte sich so entzündet, dass der Rennarzt in der Mittagspause die sofortige OP anordnete. Der Krankenwagenfahrer gab zwar alles auf den kleinen Straßen bis ins Krankenhaus, aber erst zu Lauf zwei war die Stimme zurück.

Greetz, Euer Tommi!

Sandbahnspektakel für die Supermoto DM

27./28. Juni 2009 in Harsewinkel

20090614_3187_queensS1 Vorschau: Vor fast zwei Wochen fand das dritte Treffen der DM Elite statt. Auf dem ehemaligen Militärflugplatz im sächsischen Großenhain hatte Künzel Heimvorteil. Er ist zwar gebürtig aus Schwaben, doch seit einigen Jahren lebt der Zupin Husqvarna Pilot nur unweit von der Rennstrecke. Unterm Jubel der Zuschauer packte er es an und bahnte sich seinen Weg vorbei an Vorlicek. Künzel gewann das erste Rennen und setzte sich auch im zweiten gegen eine der DSR Suzukis durch, doch ehe er an Vorlicek vorbei war, hatte Romain Febvre schon das Weite gesucht. Nun steht der Franzose mit zwei Siegen in der Tabelle, aber Künzels Ausbeute über alle bisherigen sechs Rennen ist einfach besser, weshalb er als Zweiter der Meisterschaft nach Harsewinkel anreist. Auf Platz eins steht Petr Vorlicek, der mit acht Punkten Vorsprung und drei Siegen die bisher beste Leistung abliefern konnte.

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Eines der spannendsten Amateurfinale aller Zeiten

20090614_2370_queensDas Finale der Amateure in Großenhain hatte unglaublich viele Überholmanöver und damit verbunden natürlich auch spannende Zweikämpfe zu bieten. Tommy Brandt auf der Grebenstein Aprilia erwischte den besten Start und spurtete davon. Gut so, denn einer der trotz Frühstart schlecht weg gekommen war, hätte ihm ansonsten in der Schlussphase des Rennens noch die Hölle heiß machen können. Die Rede ist von Stephan Reimann, der beim Start von der elften Position zuckte und als Achter durch die erste Runde des Finale ging. Danach arbeitete er sich zwei Plätze nach vorne und lauerte dann brav seine 5 Sekunden in der Stop & Go Zone. Dies kostete ihn zwar erneut Plätze, doch seine anschließende Jagd war mehr als sehenswert.

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